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Der Wastl Man weiß ja ganz genau, dass einem ein Tier besonders ans Herz gewachsen sein kann. Manche Leute haben einen Hund, der ihnen so ziemlich alles auf der Welt bedeutet. Da ist natürlich der Jammer groß, wenn diesem Tier etwas fehlt. Wenn so ein kleines Dackelchen in seinem Körbchen herumliegt, nicht mehr richtig bellen mag und nicht ordentlich frisst, dann bekommt sein Herrchen oder Frauchen ordentliche Falten auf der Stirn. So erging es auch einmal einer Frau vom Berg droben. Der Wastl, ihr ein und alles, war krank. Sie hat sich nicht mehr zu helfen gewusst und hat deshalb beschlossen, dass sie jetzt doch einmal mit dem Wastl zum Tierarzt gehen müsse. Es hat aber schon ein besonderer Tierarzt sein müssen, denn es ging nicht um irgend ein Tier, sondern um den Wastl. Deshalb fuhr unser gutes Frauchen bis nach Mörnsheim. Der Arzt hat den Wastl untersucht und dann verschrieb er ihm einige Medikamente. Am Ende meinte er noch, dass es nicht schlecht wäre, wenn man ein bisschen Urin vom Wastl hätte, dann könne man ganz sicher sein. Nun das war für das Frauchen gar nicht so einfach. Sie nahm sich eine Büchse, machte sie schön sauber und als sie das nächste Mal mit dem Wastl Gassi ging, hielt sie ständig die Büchse bereit, damit sie ein bisschen etwas auffangen könnte, wenn der Wastl einmal sein Hinterbein heben würde und etwas von sich gäbe. Einige Male hat sie es probiert, das Frauchen vom Wastl, aber mehr, als dass das Hündchen ihr einmal auf die Hand gepinkelt hat, ist nicht gewesen. Sie wollte schon fast aufgeben, aber dann kam sie doch noch einmal rechtzeitig mit ihrer Büchse unter das Hinterbein ihres Dackelchens gekommen und hat das erwischt, was der Arzt haben wollte. Dann ist unser Wastlfrauchen noch einmal nach Mörnsheim gefahren. Der Tierarzt hat alles untersucht. Dabei hat er festgestellt, dass dem Wastl als echten Dorfdackel nichts mehr fehlen würde. Da hättet ihr mal das Gesicht vom Frauchen des Wastl sehen sollen! So gestrahlt hat sie schon lange nicht mehr.
Dâ Waschdl Mer wass ja ganz g’nauch, dass an a Viich b’sunders an Hezz g’waxn sei kunn. Manchi Leid hemm an Hund, dea bedeid denni su ziimli olaas aff dâ Wöld. Nou is nadierli dâ Jammâ grouß, wenn denn Viichla ebbas fahln doud. Wenn a su a glanns Daggala in sann Körbla rummlichd, nemmâ g’scheid belln mooch un a ned g’scheid fressn doud, nou greichd sei Herrla oodâ Fraala g’scheidi Faldn aff dâ Schdenn. A suu is aa amal an Weibla vunn Berch droma passiersd. Dâ Waschdl, iha ein un ollas, woa grung. Si houd si nemmâ zun Helfa g’wissd und houd deszweeng b’schlossn, dass ezz do amal middn Waschdl zun Diaoazd ge-ich me-ßerd. Des houd obbâ scho a b’sunderâ Diaoazd saa me-in, wall es ge-ihd ja schließli nedd um örcherd a Viech, sondan um an Waschdl. Deszweeng is bis aff Meansas g’foan, unsa gouds Weibla. Dâ Oazd houd in Waschdl undâsouchd un nou houd an a boa Medigamendâ vaschriim. Zun End houd a nu g’sachd, dass ned schlechd waar, wemma a weng an Urin vunn Waschdl häid, nou wär mer ganz aff der sichern Seidn. No des woa obbâ ezz fia des Weibla schon goa nedd suu aafach. Si houd si a Bixn g’numma, houds schee saubâ g’machd un we-is nou is nexschd mol middn Waschdl Gassi gonga is, houd abbl de-i Bixn bereid g’haldn, dass a weng wos aaffanga kennd, wenn dâ Waschdl amal sei Hindâbaa hebbd un wos doud. A boa mal houd sis browiead, is Fraala vunn Waschdl, obba me-iha, alz dass ara is Hindla affd Hend brunzd houd is nedd g’ween. Si wolld scho faschd aafgeem, obba nou is do nu amal rechdzeidi mid ihra Bixn undan Hindafouß vo ihan Daggala kumma un houd des derwischd, wos dea Oazd g’wölld houd. Nou is nadierli nu amol aff Meansa g’foan, insa Waschdlfraula. Da Viichdogda houd a ollas undâsouchd. Dou derbei houd a feschdg’dölld, dass in Waschdl alz echda Dorfdaggl goa nix me-iha faaln doud. Dou häid er amal des Gsichd vunn Waschdl sein Fraula seeng solln! Su g’schraahld houd de-i scho lang nemmâ.
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